Die Göttin und das Geld

Der folgende Text ist Teil der Vorabveröffentlichung zum Buch „Occupy Democracy“. Die Texte müssen nicht immer mit der Auffassung des Herausgebers identisch sein.

Kapitel aus dem 2009 erschienenen Buch „Die Kraft der Verbundenheit. Plädoyer für ein heilsames, neues Körperbewusstsein“ von Beatrix Pfleiderer. Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Drachen Verlags in Klein Jasedow.

Die Göttin und das Geld
Die kollektive Verletzung des Wurzel-Chakras und deren Heilung

Von Beatrix Pfleiderer, Drachen Verlag

BEGINNEN WIR MIT EINEM RÄTSEL: Forscher, die einer hochentwickelten Form des Menschseins angehören, landen auf unserem Planeten, um die dominierende Kultur zu untersuchen. Nämlich die westliche, die unsere. Sie untersuchen auch das Gesundheitssystem, das offizielle natürlich. Sie sprechen mit Ärzten und Patienten. Sie arbeiten epidemiologisch sauber. Als sie den blauen Planeten wieder verlassen, haben sie einen guten Überblick zusammengestellt über das, woran die Leute leiden. Diese Leute hier leiden mit ihrer Haut, in ihrem Darm, an ihren Fortpflanzungsorganen, sagen die Forscher. Sie haben Krampfadern, Dornwarzen, Rückenschmerzen. Sie haben Blasenentzündung und Darmkrebs. Oder Hämorrhoiden und Verstopfung. Fast alle. Zumindest ein bisschen. Auch Depressionen und Einsamkeit haben sie, und innere Leere. Auch fast alle. Zumindest ein bisschen. Ein Mensch mit Blasenentzündung geht zum Urologen. Ein Mensch mit Hämorrhoiden zum Chirurgen. Ein Mensch mit innerer Leere füllt sich mit Zigarettensucht oder trinkt Kaffee. Oder besucht Selbsterfahrungsseminare. Und so weiter und so fort.

Diese außerirdischen Forscher sehen sich kopfschüttelnd an. Ihr Forschungsprojekt erhob Daten zum aufwendigsten, technischen Umweg, den sie je gesehen haben: Es gibt ganze Stadtteile mit Einrichtungen für kranke Menschen. Ganze Industriezweige gibt es. Ganze Hochhäuser voll mit modernster diagnostischer Technik. Dort werden die Leiden aufwendig prozessiert. Und vernichtet, weggemacht. Weil das, was wirklich da ist, nicht erkannt werden darf, nicht gesehen werden darf. Nur, um alsbald in anderer Form wieder aufzutauchen. Denn wirklich wegmachen kann man etwas, das da ist, nicht.

Wie ein verlorener Archetypus. Er zeigt sich nicht direkt. Und deshalb sieht ihn keiner, aber seine Abwesenheit sendet Signale aus. Störsignale, wie Neurodermitis, Verstopfung, Arthrose, Alzheimer. Wir wollen uns nicht wiederholen. Hinter diesen Signalen steht in seiner Abwesenheit eine große Präsenz. Ein Wesen, das über Jahrtausende verleugnet und nicht genannt werden durfte. Wer ist es? Noch ist es ein Rätsel.

Mich hat dieses Rätsel genauso fasziniert wie unsere imaginierten außerirdischen Forscher, denn es hat sich mir immer wieder in den Weg gestellt. Es war wie eine Schnitzeljagd. Und mein Körper schickte mir Klopfzeichen, ständig, eines nach dem anderen. Wie zum Beispiel eines Morgens, als ich noch in Hamburg Ethnologie unterrichtete. Ein Redakteur des Westdeutschen Rundfunks kam in mein Büro, um sich Informationen für einen Film zu beschaffen. Als ich ihn zu unseren Archiven führte, bemerkte er ganz ungeniert, dass ich irgendwie nicht gehen könne. Tatsächlich hatte ich einen Verband an einem Bein, und am anderen ein verrenktes Knie zu beklagen, und dazu waren noch zwei Dornwarzen an je einer Fußsohle aufgetaucht. Es war schmerzhaft. Aber da ich nicht wusste, wofür es stand, nahm ich mein Hinken weiter nicht zur Kenntnis und verharmloste es. Der Redakteur sah wissend aus, als er mir sagte, er käme gerade von den Tupahumaras. Deren Heilwissen solle ich mir mal ansehen. Ich sagte, obwohl ich Ethnologin sei, könne ich mir den Namen der Tupa…, wie war das noch mal …, nie merken. Da würde ich aber mal hinsehen, meinte er grinsend, und nachlesen solle ich auch. Unbedingt, sagte er. Der Name bedeutet nämlich »Die auf der Erde gehen«, belehrte er mich. Als er zur Tür hinaus war, hatte ich seinen Auftritt bereits vergessen. Und das Hinken? Ich dachte, wenn man älter wird, dann hinkt man eben.

Einen weiteren Puzzlestein zu des Rätsels Lösung erhielt ich auf der Frauenkonferenz »Die Politik des Herzens« im Zentrum für experimentelle Gesellschaftsgestaltung (ZEGG) in der Nähe von Berlin. Wir bereiteten den Raum für unser TARA-Process-Seminar am Nachmittag vor. Da wir mit zwanzig bis dreißig Leuten rechneten, legten wir entsprechend Matten aus. Als wir am Nachmittag zu Seminarbeginn den Raum betraten, waren es rund achtzig Menschen. Mir stockte der Atem. Was tun? Wie sollte ich die Anwesenden durch eine tiefe Erfahrung führen, wenn sie keinen Raum zum Liegen hatten? Als alle sich bereit erklärten, auch auf engem Raum zu liegen, begannen wir. Das Seminar hatte, wie jedes Seminar, einen inneren Duktus, der sich aus dem Prozess und aus der Gruppennatur ergibt. Zu einem bestimmten Zeitpunkt bat ich die Menschen, sich über ihre Fußsohlen mit dem Herzen der lebenden Erde zu verbinden. Kaum hatte ich das gesagt und die unterstützende Musik dazu angestellt, begannen einige Frauen zu weinen. Es wurden immer mehr, die weinten, schluchzten. Es war wie ein zunehmendes Wetter, das in den Raum fiel. Schließlich war der ganze Raum mit scheinbar untröstlichem Weinen erfüllt. Obwohl ich schon jahrelange Erfahrung mit Workshops dieser Art hatte, war mir noch nie ein so großes, kollektives Weinen begegnet wie hier. Es ebbte nur sehr langsam wieder ab. Wir waren nur zu zweit und kaum in der Lage, als Begleiter der Situation gerecht zu werden. Ich bot die nächsten Morgen eine Frühmeditation an, um die Wogen wieder zu glätten. Und auch, um vielleicht verstehen zu können, was geschehen war. Was war geschehen?

Bevor wir zur Entschlüsselung kommen, lade ich Sie zu einer Exkursion ein. Eine Exkursion zum Wurzel-Chakra und der Fülle beziehungsweise zur Geschichte der Abwesenheit von beidem in unserer heutigen Kultur. Und zur Geldwirtschaft.

Die Ahnung vom Zusammenhang dieser Aspekte verdichtete sich in mir während der Lektüre von Bernard Lietaers Buch »Mysterium Geld«. Er berichtet dort ausführlich über das Geld und eine Präsenz, die er in unserem ökonomischen und monetären Verhalten entdeckte, die nur deshalb schwer erkannt werden kann und nicht benannt wird, weil wir ausschließlich mit ihrem Schatten bekannt sind. Der Schatten dieser Präsenz ist Angst vor Knappheit, Anhäufen, Gier, Verleugnung, Peinlichkeit, Betrug. Als Ökonom und ausgebildeter Jung’scher Analytiker verstand Lietaer die Sprache der Abwesenheit und der Abwesenden nur deshalb so gut, weil er es gewohnt war, in der Sprache der Archetypen zu denken. Ich vermutete einen weiteren glücklichen Moment, den er in seinem Buch nicht beschrieb. Darauf angesprochen jedoch, blitzten seine Augen, denen sich die Lichtseite dieses Archetypus in ihrem vollen Glanz und ihrer großen Fülle gezeigt haben muss: Die große Mutter. Die Göttin.

Die Göttin bedeutet: Fülle, Leben, Geben, Nehmen, Geburt, Tod. Und Kreislauf. Kreislauf um das Hier und um das Jetzt. Göttin bedeutet Körperlichkeit. Wo die Göttin vernichtet, verleugnet und geschmäht wird, verschwindet das gesunde Bewohnen des Körpers, die gesunde Sexualität und die Achtung vor dem Leben. Wo die Göttin verschwunden ist, verkümmern die Wurzeln. Zunächst die der Menschen. Dann die der Pflanzen.

Göttin bedeutet Nachhaltigkeit. Göttin bedeutet »völliges Vertrauen in die Göttlichkeit unserer Mutter Erde«. Göttin bedeutet das Ganze – und dem Ganzen zu dienen. Alle dienen dem Ganzen, und das Ganze gibt allen davon ab. Das alles geschieht im Jetzt. Wir kommen darauf zurück, wenn wir über Gesellschaften sprechen, die den Tod der Göttin nicht erleiden mussten.

In Gesellschaften, die der Umwandlung zum Patriarchat zum Opfer gefallen sind (Südosteuropa, Kanaan und heutiger Naher Osten etc.), wo die Frauen aus dem Zentrum in die Peripherie geschleudert wurden, zeichnete sich diese Umwandlung in die Körper der Frauen ein. Dort, wo ein gesundes Funktionieren des Wurzel-Chakras, das selbst ein Zeichen für das volle Akzeptieren der Leiblichkeit in der Mitte des gesellschaftlichen Raums ist, aufgrund der gesellschaftlichen Verhältnisse kränkelt, dort hat die Göttin das Sagen verloren. Dort hat sie »Himmelsgöttern« weichen müssen.

Das Lebenszentrum ist aus dem Körper – bei Männern und Frauen gleichermaßen! – in den außerkörperlichen Verstand geflohen, in die außerkörperliche Materie entwichen. So kann Adrienne Rich schreiben: »Ich kenne keine Frau – Jungfrau, Mutter, Lesbierin, Ehefrau, Single – egal, ob sie ihr Geld als Hausfrau, Barfrau oder Neurophysiologin verdient -, die ihren Körper nicht als ein grundsätzliches Problem erlebt.« Der Beweis für diese These ist: Frauen in matrizentrischen (matrilinearen und -lokalen) Gesellschaften, Frauen, die ihr eigenes Geld im Tempel der Göttin zu Füßen legen und deren Hof von Mutter auf Tochter übergeht, haben kein verletztes Wurzel-Chakra und erleben ihren Körper nicht grundsätzlich als Problem. Diese These kann empirisch leicht mit einer einfachen epidemiologischen Erhebung überprüft werden. Was machen wir nun damit?

Wir gehen weiter. Zunächst müssen wir noch einmal hinsehen, wie es geschehen ist, dass uns »der Faden aus der Hand genommen wurde«. Das bedeutet weitere Grabungsarbeit. Darf ich Ihnen das zumuten? Ich gehe davon aus.

Also, eine, die freiwillig abwesend ist, wird vermisst. Man feiert ihre Rückkehr. Eine, die vom herrschenden System unterdrückt, vernichtet und dann totgeschwiegen wird, wie die große Mutter, ist nicht freiwillig abwesend. Sie lebt in der Unterdrückung. Sie lebt im Untergrund. Und von dort herrscht sie aus der Dunkelheit heraus. Und wie alle und alles hat sie einen Schatten. Dieser Schatten wirft sich über das derzeit herrschende System. Ein System, das mit der Plünderung des blauen Planeten die bisher extremste Tiefe der Auswirkung dieses Schatten zeigt. Dass man/Mann der Göttin nicht trauen kann, wurde vor nicht allzu langer Zeit auch von »Katrina« bestärkt. Daher haben Hurrikane Frauennamen, meistens.

Unser Geld, wie wir es heute kennen, entstand aus dem Schatten der Göttin. Eine Botschaft aus ihrem Kerker. An unserem Umgang mit dem Geld, an unserem Geldsystem kann man ablesen, dass wir die Göttin verabschiedet haben.

Der große Geldtheoretiker John Maynard Keynes schreibt: »Die kennzeichnenden Eigenschaften des Geldes liegen vor allem darin, dass es eine scharfsichtige Einrichtung ist, um die Gegenwart mit der Zukunft zu verbinden.« Aus dieser Bindung ist kein Entkommen, solange es Privateigentum gibt. Gunnar Heinsohn, der dieses zitiert, betont in seiner Studie »Privateigentum, Patriarchat, Geldwirtschaft«, dass am Beginn unserer Geldwirtschaft niemals der Naturalaustausch, auf dörflichen Märkten etwa, gestanden habe. Am Anfang unseres Geldsystems stand der Zins, als Bindung aus der Vergangenheit in die Zukunft. Die Bindung hinweg von der Gegenwart, von gerade diesem Augenblick zu einer Selbstwahrnehmung, die grundsätzlich ein Außerhalb vom Hier und Jetzt in unseren Körpern herstellt.

Eng verbunden mit der Geldwirtschaft ist die Etablierung des Privateigentums an Grund und Boden, an Land zu verstehen und die damit verbundene Sicherstellung der Erbfolge bezüglich Land, was zur Ehe im Patriarchat führte. Zum Beispiel in Rom, wo der Sage nach eine rechteckige Grenzziehung (Roma Quadrata) zwischen den Äckern ohne Rücksicht auf die natürliche Bodengliederung oder auf Wasserläufe durchgeführt wurde. So stark war der Drang nach Eigenständigkeit, nach dem Herrschen über das Land, nach dem Töten der Erde, der Erdmutter.

Ebenso bewusst wurde das System der Vernichtung erdacht und umgesetzt, dass es schamlos als Metapher des »Zerschneidens des Femininen« beim Gründen griechischer Städte, einer »zivilisatorischen« Tat, auftauchen konnte: Griechische Priester nahmen eine Kuhhaut und ein Messer und schnitten die Kuhhaut so, dass sie als gesamtes Stück zu einem Seil umgeformt wurde, das dann als Kreis ausgelegt wurde, in welchem die neue Stadt errichtet werden sollte. So wurde die Natur des Weiblichen, das Yin, symbolisiert durch die Kuhhaut, aus dem zivilisatorischen Raum verbannt.Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

Während Heinsohn Geldwirtschaft und Landbesitz als Hauptgrund für den Untergang der Göttin vorschlägt, zeichnet Dolores LaChapelle in ihrem Werk »Sacred Land Sacred Sex« eine weitere Genealogie unserer Verlustgeschichte auf. Nach langem Suchen nach den Ursachen unseres Naturverlusts fand sie eine Entwicklung, die mir höchst schlüssig und noch relevanter erscheint als die Entstehung patriarchalen Landbesitzes verbunden mit der herrschenden Geldwirtschaft. Sie schreibt, dass das einzigartige Ereignis der Entstehung der griechischen Schriftsprache, die alle anderen Sprachen Europas beeinflusst hat, uns sprachlos machte, da diese uns nicht erlaubt, die Einheit zwischen Natur und Selbst zu erkennen. Alle anderen Schriftsprachen dieser Welt haben die Bilder der sie umgebenden Welt zu Zeichen verdichtet. Das Schriftzeichen für »Fülle« im Chinesischen zum Beispiel geht auf ein Opfergefäß mit Pflanzen darin zurück. Das Zeichen muss nicht gelesen werden, es wird ganzkörperlich wahrgenommen, auch von Menschen, die nicht lesen können. Oder, wie Rosalyn Bruyere, etablierte Chakrenforscherin, über das hebräische »Ursymbol« des Wurzel-Chakras schreibt: Die Zeichenfolge YHVH, die für Feuer oder männliches Prinzip (Y), Erde oder weibliches Prinzip (H) und schließlich (V) für Sohn und (H) für Tochter stehen, sind für jeden, auf allen Wahrnehmungsebenen, zu spüren, zu fühlen. Die Erschaffung des Menschen zu fühlen, ist unaussprechlich. Und doch wird es in jeder Körperzelle gesprochen und gefühlt.

In Griechenland dagegen kamen geliehene Buchstaben aus einem geliehenen Alphabet (Alpha, Beta sind Bedeutungsträger in den semitischen Sprachen, von wo sie herkommen, und nicht nur »Buchstaben«) über Händler aus der Levante des Wegs und wurden als Import auf die gesprochene Sprache gepresst. Lesen bedeutet unter diesen Bedingungen nicht, im Körper mit der Bedeutung des Gelesenen mitzuschwingen. Lesen war nun abgetrennt von Mutter Erde. Es ist eine verkopfte Angelegenheit geworden. Im Jahr 403 v. Chr. wurde das »ionische« Alphabet offizialisiert und von Plato in seinem Werk »Republik« zum Instrument genommen, um »reine Subjektivität« herzustellen, ein Subjekt herzustellen, das nicht im Dao, im Fluss der Dinge ist, sondern außerhalb steht und bleibt. Und da stehen wir. Immer noch.

Hinzu kommt hier noch eine kleine Beobachtung, die auch tsunamihafte Wellen in unserer Weltordnung auslöste. Mit der Entstehung der geschriebenen griechischen Sprache kam auch die erste europäische Grammatik, unsere Ur-Grammatik nach Aristoteles auf. Im Vergleich mit nicht-europäischen Sprachen fällt hier ein sehr interessanter Umgang mit der Zeit auf. Die Sprache ist hochspezialisiert, um Vergangenheit und Zukunft in das Jetzt zu pressen (Plusquamperfekt, Perfekt, Imperfekt, Präsenz, Futur I, Futur II). Die »Präsenz« unserer selbst in der Gegenwart ist durch Wachposten bedrängt, die darauf bedacht sind, uns ständig mental aus dem Augenblick zu reißen.

Daran leiden wir. Sehr. Und wir wissen nicht einmal, warum. Therapie nützt nichts. Wir brauchen eine neue Sprache. Denn selbst wenn wir von der Gegenwart besessen wären, würden wir uns nicht darin aufhalten können, weil unsere Grammatik, die alles Mentale vorformt, es nicht erlaubt.

Vielleicht müssen wir bei den Hopi nachfragen: Ri pi – es donnert und blitzt. Doch wörtlich bedeutet es: ein Blitzen geschieht, und das Blitzen sorgt dafür, dass das ganze Feld erzittert. Diese Sprache hat kein Problem mit den Erkenntnissen der Quantenphysik des letzten Jahrhunderts!

Im klassischen Griechenland, unserer mutterlosen »Mutterkultur«, wurde selbst die Psyche zu einem rationalen Ding, und wir Menschen wurden entfremdet. Wir wurden entfremdet von unserer eigenen wahren Natur im Inneren und der uns umgebenden Natur im Äußeren. So sehnen wir uns heute noch, 2500 Jahre später, danach, wieder in den Fluss der Dinge zurückkehren zu dürfen. In den Fluss, den Schoß, die Erde, die Wurzel. Zu unseren Wurzeln.

Ich fasse zusammen: Wir haben etwas nicht, etwas, das uns mit dem Augenblick verbindet. Das, was uns mit dem Augenblick verbindet, ist etwas, das uns abhandengekommen ist. Viele, viele Autoren haben sich dieser Frage gestellt, der Frage des Wann. Und des Wie. Ich überspringe hier die unendlich vielen Zitate, denen ich auf dem Weg hierher begegnet bin, oft wie Unkraut am Wegrand, etwa wie: »Wie sich die Revolution (zum männlichen Privateigentum) bei den Kulturvölkern gemacht hat und wann, darüber wissen wir nichts« (Friedrich Engels). Oder: »Niemand weiß, wie das Geld zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte entstanden ist« (Wilhelm Roepke). Und so weiter.

Mein Verdacht hier ist sehr stark: Mann will es nicht wissen. Denn, was geschehen ist, dessen Mechanismus ist heute noch wirksam. Das aus der Kuhhaut gedrehte Seil, das aus dem entstehenden griechischen Gemeinwesen das Weibliche bannt, ist dasselbe Seil, das die Erde als Ganze erwürgt.

Wir wissen nun, dass der europazentrische Weg die Beziehungen Mensch und Land, Mann und Frau, Geld und Mensch und Land, Mensch und Sprache, Körper und Natur in eine Richtung lenkte, die weltweit ein nie dagewesenes Maß an Armut, Ausbeutung, Krankheit und Zerstörung hervorgebracht hat. Das auszuführen, würde den Rahmen dieses Aufsatzes sprengen. Ein Hinweis genüge: Die Pest des 14. Jahrhunderts, die ein Drittel von Europas Bevölkerung nahm, und Epidemien wie die Immunschwäche, genannt Aids, die bald ein Drittel Afrikas nimmt, können in einen Zusammenhang damit gebracht werden.

Jetzt, da wir wissen, wo die Göttin gefangen gehalten wird und hingerichtet werden soll, können wir uns umsehen und entdecken, dass sich schon unendlich viele Menschen zu ihrer Rettung und Re-Etablierung aufgemacht haben. Die Heilung des zerschnittenen Lebensgeflechts kommt wie von überall her.

Wer weiteres Material über die matrizentrischen Kulturen vor unserer Zeitrechnung und auch über derzeitige matrizentrische Kulturen wünscht, die mit einem Augenzwinkern überlebt haben, oft im tiefsten Machismo, wie die Zapotekinnen von Juchitan in Mexiko, deren Körper aussehen wie Trommeln, dem seien folgende Führende Autorinnen und Autoren der Matriarchats-(Patriarchats-)Forschung empfohlen: Heide Göttner-Abendroth, Marija Gimbutas, Veronika Bennholdt-Thomsen, Gerda Lerner, Gunnar Heinsohn, J.J. Bachofen, Riane Eisler, Claudia von Werlhof, Annegret Stopczyk-Pfundstein und Dolores LaChapelle. Doch hier jetzt genug mit den Nachrichten über die Mängel. Jetzt machen wir uns zur Göttin auf.

Warum denke ich immer an Yggdrasil, unseren Baum, als wir noch Germanen waren und in unserem Regenwald lebten, bevor die Römer ihn mit ihren Quadraten verdrängten, mit ihren antiken Reihenhaussiedlungen, die sich mit der Eigendynamik des Computers HAL aus »2001: A Space Odyssey« über den ganzen Globus hergemacht haben, dachte ich, als ich Anfang der neunziger Jahre ein Stück Land im Regenwald von Hawaii erwarb. Oder an die Schälmaschine im Sägewerk meines Vaters, wo die Stämme braunberindet hereingefahren wurden und weiß wie gebleichte Knochen wieder herauskamen. Das Land hat mich gebeten, es zu kaufen. »Ich muss dir was beibringen«, schien es zu flüstern. Es waren die knochenweißen Stämme, die mich das Land kaufen ließen, dachte ich. Es ist ein Stück Regenwald. Wie eine Glucke wollte ich mich draufsetzen, um die Bäume zu schützen. Warum hier, und nicht zu Hause, im Land von Yggdrasil?, fragte ich mich.

Warum überhaupt wollten wir plötzlich eins mit der Natur werden und uns über Biomasse eindeutig in Beziehung mit unserem Land sehen? Wir bauten Komposttoiletten. Auch weil es weder Strom noch Wasser bei uns gab. Und wenn die Eimer der Komposttoiletten angefüllt waren mit unseren »Abgaben«, dann zogen wir am Eimerausleertag große, gelbe Gummihandschuhe an und bauten Nester aus Zweigen, und die füllten wir mit dem Eimerinhalt. Die Nester platzierten wir um unsere neugepflanzte Bambussiedlung herum, so dass die Bambuszweige noch schneller wuchsen als ohnehin schon hier im Regenwald.

Später skizzierten wir eine Beschreibung des Wegs unserer »Abgaben«, vom Eimer über das Nest in den Bambus. Und aus dem Bambus, der da so schnell wuchs, beschleunigt durch die Produkte unserer eigenen Körper, bauten wir dann die nächste Komposttoilette. Warum taten wir das?

Das ganze Prozedere erinnert mich an eine Doktorarbeit, die ich, als ich noch meinem normalen Beruf als Ethnologieprofessorin nachging, betreute. Da schrieb mein Student Flavien Ndonko aus Kamerun über die Bamileke und Yasa und wie sie ihre Exkremente in den Kreislauf des Lebens bringen. Mit festen Regeln. Auch wir bauten unsere Komposttoiletten und ihre Anwendung nach einer allgemein anerkannten Methode. Was wir da begonnen hatten, war der Aufbau einer Permakulturfarm. Wir wollten einfach wissen, wie es geht, das Leben außerhalb der »Roma Quadrata«. Über die letzten zehn Jahre haben wir Hunderten von Stadtkindern ermöglicht, ein Leben außerhalb des Stadtvierecks zu erleben und die Prinzipien von Mutter Natur anhand der Permakulturliteratur zu studieren. Die besten Lehrer des Landes wurden unsere Vermittler. Wir nannten das Land, das Unternehmen, das Abenteuer »Laàkea« – »Heilendes Licht«. Es gibt viele Briefe, Zettelchen, Notizen, Aquarelle, auf denen junge Collegestudenten ihre Heilung auf diesem Stück Land beschrieben: »Ich danke Laàkea«, schrieb eine junge Frau auf ein Zettelchen, das ich unter dem Scheibenwischer an meinem Auto fand, »sie hielt mich, als ich sie am meisten brauchte. Ich fand sie: In mir.«

Als Bill Mollison die Permakultur (permanent agriculture) in die Welt brachte, war er einer von den vielen, die sich aufgemacht hatten, die Göttin wieder in die Welt zu bringen. Permakulturfarmen wurden Foren, wo sich junge Leute, ohne dass es merkwürdig aussah, wieder mit einem Baum verbinden und verbünden durften. Sie müssen sich gefühlt haben wie glückliche, stillende Mütter, wenn sie ihre Abgaben (ein Jahr später, wenn es nur noch wie getrocknete Erde aussieht und riecht!) über die Wurzeln eines Baums gebreitet haben. Nicht zu nahe am Stamm, hieß die Aufforderung. Schau die Krone an. Ganz da außen sind die Wurzeln, die die Nahrung aufnehmen. Die wollen das Futter! In guten Jahren waren alle Bäume mit Erdringen versehen. Aber es gab auch schlechte Jahre, in denen niemand die Arbeit machen wollte. Dinge blieben liegen. Der Obstbaumwald wucherte zu. Bis wieder ein neuer Aufschwung ins Land wehte. Neue Studenten kamen, neue Sehnsüchte wurden umgesetzt. Diesmal die Sonne. Wir bauten eine Solaranlage. Wenn wir eine Dusche nahmen, dann war das Wasser heiß. Von der Sonne und nicht von Propan oder Öl.

Ich führte Workshops durch mit dem Namen »The Earth Speaks Experience«. Diesmal war es die Nahrung, die wir Menschenkörper so lange entbehrt haben: die gute Sorge für das Wurzel-Chakra. Auch hier erlebten wir viel Weinen, wenn die Anweisung kam: »Verbinde dich mit deinem Wurzel-Chakra – erwecke es sanft – begrüße es – und verbinde dich über dein Wurzel-Chakra mit dem Herzen der Erde.«

Die Erde unter uns ist schwarz. Schwarze Lava. Etwas weiter draußen ist unter der schwarzen Erde die glühende, rote Lava. Wir erlauben unseren Fußsohlen, ihr eigenes Bewusstsein zu werden. Wir gehen auf schwarzer Erde. Wir erlauben unseren Fußsohlen, uns, als Erfahrende, ganz zu ver-»treten«. Täglich besuchen hier Hunderte die Lava. Die schwarze Erde ist ein Pilgerort geworden.

Bernard Lietaer schreibt in seinem leider bislang noch nicht auf Deutsch erhältlichen Buch »Of Human Wealth«, dass »schwarze Erde« im Arabischen »Khemit« heißt, und »die schwarze Erde« heißt »Al Khemit«, was auch Ägyptens Name war. Daraus wurde Alchemie. Alchemie ist das Bestreben, die prima materia, angeblich das Blei, in eine hellere Substanz, das Gold, zu transformieren. Der erste Schritt des Alchemisten ist das »Nigredo«, »die Arbeit der Schwärzung« oder der Tod des Egos, die Auflösung der alten Strukturen. Das Gold, das am Ende des Verwandlungsprozesses steht, steht für hieros gamos, die heilige Hochzeit: die Integration von animus (in der Frau) und anima (im Mann), Geist und Materie, von Körper und Verstand, von Himmelsgöttern und Erdmutter.

Es geschieht über die Farbe Schwarz. Über die Farbe Schwarz ist die Göttin im Europa des Mittelalters wieder auferstanden. Ohne Propheten, ohne Worte, ohne Dogma. Nur durch Präsenz war sie wieder da, über ganz Europa verstreut: die schwarze Madonna. Ganz direkt steht die schwarze Madonna für die Mutter Erde. Und das Kind in ihren Armen repräsentiert uns, die Menschen. Die schwarze Madonna ist eine direkte Erbin der großen Mutter, ihre Aufgabe ist das Nähren ihrer Kinder. Ihre Natur ist die Fülle. In einem weiteren Sinn bedeutet das Auftauchen der schwarzen Madonna im europäischen Mittelalter das Heilen der Spaltung, die mit dem Entstehen des Patriarchats im Altertum entstand. Gleichzeitig wurde die Verehrung des Weiblichen durch die Minnesänger gepflegt. Und ebenfalls gleichzeitig fand der Bau der großartigen gotischen Kathedralen statt, die, zumindest in Frankreich, immer der Madonna gewidmet waren. Lietaer nennt die schwarze Madonna das grundlegende Symbol der wiedergekehrten Erdmutter. Das Bauen der Kathedralen war eine Leistung der Gemeinschaft für die Gemeinschaft. Die Größe der Kathedralen zeigt, dass in diesem Raum die meisten der gemeinschaftlichen Ereignisse abgehalten wurden, nicht nur die der Kirche. Das gemeinsame Bauen wirkte bindend, war eine gemeinsame Investition und sicherte die Zukunft.

Lietaer sieht die erstaunliche wirtschaftliche Blüte dieser Zeit nicht nur in der Rückkehr der großen Mutter, sondern, ganz eng damit verbunden, in der Währungsform, der Yin-Währung, die neben der Yang-Währung, der offiziellen nationalen Währung, bestand. Yin-Währung konnte man nicht horten, sie war ein wahres Tauschmittel: Sie musste ausgegeben oder investiert werden. In Kathedralen oder in den Dienst der Gemeinschaft. Die Yin-Währung im Mittelalter war eine befristete Münzausgabe. Nach fünf bis sechs Jahren verloren die Münzen ihren Wert. Sie wurden eingezogen, und neue wurden verteilt. Für das Überziehen der Laufzeit wurde dem Besitzer der Münze eine Steuer auferlegt. Das mit einer Laufzeit besteuerte Geld war somit ein hervorragender Motor für die Förderung von gemeinschaftsbildenden Unternehmen (Reparaturen und Erhaltung), von Zukunftsprojekten und ganz schlicht für Nachhaltigkeit.

Als die Kirche aus Angst vor Machtverlust wenigstens 50000, womöglich bis zu zwei Millionen Menschen, die weitaus meisten waren Frauen, in der Inquisition zu Tode folterte, kam die Blüte des Weiblichen wieder einmal zu einem abrupten Ende. Lietaer zeigt, wie die Ausrottung der Werte des Weiblichen zu wirtschaftlichem Ruin führte, der zwei Generationen später von der Pest, die der Hälfte aller Europäer das Leben nahm, besiegelt wurde, wobei er betont, dass er keine lineare Kausalität postulieren möchte, sondern lediglich auf das Zusammenkommen der Phänomene aufmerksam machen will.

Die Blüte, ausgedrückt durch das Erscheinen der schwarzen Madonna, erstarb endgültig im Schwarzen Tod. Das Patriarchat kehrte zurück über die Institution des Königtums von Gottes Gnaden, das Zentralisierung zur Folge hatte und lokale Yin-Währungen bedrohlich fand. So nahm die Yang-Währung wieder den Vorrang ein, und diese wurde unter Philip IV. noch der Verdünnung der Münzen durch weniger wertvolles Metall unterzogen, wobei die Differenz als unsichtbare Steuer beim König blieb. Das war der Anfang einer Währung hin zur unendlichen Inflation und damit die Grundlage wirtschaftlicher Katastrophen.

Wir fassen zusammen: Zentralisierung ist frauenfeindlich. Sie ist in der Angst begründet, Macht zu verlieren. Und, nicht nur am Rande: Auch die Nazis rotteten Frauenkarrieren aus, außer der der Gebärerin. Und frech kurzgeschlossen: Auch die DDR ging unter, weil sich in der zentralisierten Diktatur die Erde vergiftete.

Dezentralisierung erlaubt die Rückkehr zur Lokalität, zur Kommunität, zur Erde, zur Göttin. Kulturvergleichend und historisch gesehen, scheint das Patriarchat in dieser Gesetzmäßigkeit zu kommen und zu gehen.

Jetzt ist es an uns, weiterzugehen. Wohin? Wie werden unsere schwarzen Madonnen aussehen? Aus dem Dunklen, wenn auch nicht aus dem Schwarzen, wird das Neue für uns kommen. Aus dem Dunklen. So ist das New Age gekommen. Carl Gustav Jung hat mit seiner Lehre von den Archetypen der nachfolgenden psychotherapeutischen Welt eine wunderbare Straße in das Dunkel geschenkt. Wenn wir die Drachen unseres Unbewussten nicht erlösen, werden sie zum Schicksal. Er hat es von der Alchemie gelernt, von der schwarzen Erde. Und Jung bleibt bei mir, wenn ich vorschlage, dass nicht das New Age, sondern das Erscheinen eines ganz neuen Sets von Archetypen die schwarze Madonna unserer Zeit andeutet.

Wohin gehen die Wallfahrten heute? Sie gehen nicht mehr nach Santiago de Compostela (das allerdings in jüngster Zeit vermehrt auch wieder), sondern in Workshops. Auf der Suche nach dem Selbst, dem höheren Selbst, dem Lebenssinn. Wir lernen dort vor allem, nicht mehr außengeleitet (manipuliert), sondern innengeleitet zu sein.

Oder wir gehen zu den Tröstungen durch andere Kulturen. Wir lesen Bruce Chatwins »Traumpfade« oder Marlo Morgans »Traumfänger«. Auch hier geht der Weg durch das Schwarze. Wir atmen uns durch die Holotrope Atemarbeit. Wir studieren unsere vergangenen Inkarnationen. Oder wir lernen in der Permakultur oder von Schamanen über die Belebtheit der Natur.

Und vor allem: Wir lernen, die Signale der Erde zu hören. Ihre Klopfzeichen. Wir lesen die Bücher ihrer Botschafter: Lovelock, Eisler, Sheldrake, LaChapelle, Naess, Pogacnik. Und wir werden selbst ihre Botschafterinnen und Botschafter.

Und: Wir lernen von denen, die mit der Mutter Erde geblieben sind, während wir unseren Höhenflug nach Platos Rezept flogen. Die Kogi (bekannt durch den Film »The Elder Brother is Warning You«) sagen, du musst hören, hören, nichts darf dich ablenken … von Panchamama. Oder von den Okanugan, die sagen, »unser Körper ist der heilige Kern unseres Seins, der dem Selbst Raum zum Sein gibt. Das größte Geschenk unserer Existenz ist unser Körper. Unser Körper ist jener, der das Land träumen kann«.

Wissen wir jetzt, warum die Frauen geweint haben, damals im ZEGG, als wir das landträumende Wurzel-Chakra ansprachen? Sie haben weit mehr als ihre eigenen Tränen geweint. Sie haben ein Reservoir von Tränen angezapft, das sich nicht auf einmal entleeren lässt. Sie haben für viele, viele andere geweint. Und das lässt sich nicht so schnell eindämmen.

All die vielen Helfer, die uns in dieser Zeit des Herausgehens aus dem Patriarchat beistehen, sind die Kinder im Schoß der schwarzen Madonna. Denn jetzt ist es die Erde, die spricht. Zu ihren Kindern.

Deshalb gehen Hunderte täglich zum Lavafluss. Denn die Menschen hören das Rufen der Erde. Sie hören es körperlich. Wir sind auf dem Weg. Auf dem Weg zu einem Körper, der das Land (wieder) träumen kann.

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